Die
Zeitschrift Hör-Erlebnis-Forum heißt seit einiger Zeit Hörerlebnis.
Die Verlagsadresse oben ist aktuell.
Alle Veröffentlichungen
auf www.lehmannaudio.de erfolgen mit freundlicher Genehmigung der jeweiligen
Publikationen. Die Rechte bleiben beim jeweiligen Verlag.
Inhalt:
Vorwort
Produktinformation
Gerätebeschreibung
(mechnischer Aufbau)
Gerätebeschreibung
(elektronischer Teil)
Besonderheiten
Anmerkungen
Hörbericht
Erste Eindrücke
Soloinstrumente
Ensemble und größere
Besetzungen
Große Besetzung
Orgel
U-Musik
Zusammenfassung und Anmerkungen
Vorwort
Nein, der Autor wird nicht in das Geheule der Medien
einstimmen, die Schallplatte sei tot. Denn als zeitgeschichtliches,
künstlerisches und tontechnisches Dokument wird ihr Leben auf
unabsehbare Zeit Erhaltung finden. Vermutlich werden sich unsere
Enkel und Urenkel dann an diesen, wie Pretiosen gewerteten Musikkonserven
delektieren dürfen. Aus diesen und anderen Gesichtspunkten
ist es wohl richtig, wenn sich Entwickler und Hörer durchaus
zukunftsorientiert mit Geräten beschäftigen, welche schallplattenbezogenen
Musikgenuß sowohl jetzt, als auch in spe qualitativ sichern.
Die größte Anzahl neuer Vor- oder Vollverstärker
ist heute phonolos. Die auf Phonovorverstärker angewiesen sind,
können diesen allenfalls noch als zusätzliche Option erhalten,
oder müssen auf externe Geräte zurückgreifen. Eines
dieser externen Geräte, den ENTEC Black Cube darf ich Ihnen
vorstellen.
Produktinformation
ENTEC
stelltkeine Massenprodukte her. ENTEC bietet selbstentwickelte und
konstruierte Gerätschaften für Studiotechnik und HiFi-Zwecke
an, als auch Sonderanfertigungen nach Kundenspezifikationen. Kopf
von ENTEC und Chefentwickler ist Dipl.-lng. Norbert Lehmann. In der
Angebotspalette der hochwertigen Phonovorverstärker bietet er
als Einstiegsgerät den Black Cube an.
Gerätebeschreibung
(mechanischer Aufbau)
Geräteabmessungen: 125 x 105 x 45 mm, B x T x
H. Der Black Cube mag als Musterbeispiel dafür dienen, die Lügen
zu strafen, welche meinen, von äußeren auf innere Werte
schließen zu müssen. Denn rein äußerlich gibt
er nicht viel her. Er besitzt den im Tonstudio oft anzufindenden zweckgebunden
Charme. Dem Betrachter stellt er sich, wie schon aus der Namensgebung
hervorgeht, als schwarzlackierter Korpus mit quadratischer Grundfläche
dar. Auf einer Seitenfläche, befinden sich nebeneinanderliegend
die Erdungsklemme und die Eingangscinchbuchsen. Diesen Anschlüssen
gegenüberliegend, auf der anderen Seitenfläche, befinden
sich in gleicher Konfiguration, das vom Steckernetzteil kommende Spannungsversorgungskabel
sowie die beiden Ausgangs-Cinchbuchsen. Unterhalb, zwischen Spannungsversorgungskabel
und Cinchbuchsen sitzt noch eine LED- Betriebsanzeige. Das aus 1,5
mm Stahlblech gefertigte Gehäuse ruht auf vier angespritzten
Kunststoffüßchen. Öffnen läßt sich das
Gerät durch Abheben eines u-förmigen, mit vier Schrauben
gesicherten Deckels, welcher auch die Beschriftung hinsichtlich des
Firmenlogos, der Seriennummer, der Anschlußbelegung und der
Gerätebezeichnung trügt. Der mechanische Aufbau ist handwerklich
solide ausgeführt. Kritik läßt sich allenfalls an
den etwas mickrigen Gerätefüßchen sowie an der nicht
ganz praxisorientiert angebrachten Betriebs- LED finden.
Gerätebeschreibung
(elektronischer Teil)
Der Black Cube sollte in unmittelbarer Nähe des
Tonarms oder des Laufwerkes seine Aufstellung finden. Aufgrund seiner
geringen Bauhöhe läßt er sich zumeist auch unter dem
Plattenspieler plazieren.
Besonderheiten
Anschließbar sind Systeme von High-Output-MM
bis MC. Externes Steckernetzteil ohne Netzschalter, für Dauerbetrieb
geeignet, mit stabilisierter Spannungsversorgung über ein 1,80
m langes, abgeschirmtes Versorgungskabel mit dem Phonoteil verbunden.
Vergoldete Ein- und Ausgangs-Cinchbuchsen, direkt auf der Platine
mechanisch sicher befestigt. Eingangsimpedanzen wählbar: 47 K
Ohm, 470 Ohm, 100 Ohm über DIP- Schalter. Mäuseklavier
zuschaltbar. Zusätzlicher freier Steckplatz für die lötfreie
Bestückung einer Wahlimpedanz nach Kundenwunsch. kostenfrei!
Eingangsempfindlichkeit f. 250mVeff. Ausgangspegel schaltbar: 0,2
mV / 2,2 mV umschaltbar (MC/MM) Eingangskapazität bei allen Schalterstellungen
220 pf. Auf Kundenwunsch andere Werte. Ausgangsimpedanz < 100 Ohm.
Doppelseitige Audioplatine, Baugruppen zur HF- Rausch- und Brummunterdrückung.
Passives Netzwerk mit niedrigsten Toleranzen zur RIAA Entzerrung.
Der gesamte Platinenaufbau ist kabelfrei ausgeführt und hinterläßt
beim Betrachter in der Ausführungsqualität einen professionellen
Eindruck. Bei Bedarf sind die Eingangsbuchsen auslötbar, um somit
ein direktes Einloten der Tonarmkabel zu ermöglichen.
Anmerkungen
Dem Black Cube beiliegend findet sich eine äußerst
ungewöhnlich umfassende und informative Bedienungsanleitung mit
allen wichtigen Meßwerten und Daten in Wort und Bild. Der Autor
könnte nun aufgrund der umfassenden Information durch den Ersteller
dem Leser Wissenswertes über die verwendeten elektrischen Bauteile
oder über besondere Schaltungskniffe zukommen lassen. Aber dies
bleibt (wie gehabt) außen vor. Die dadurch eventuell vorurteilsfreiere
Heranführung des Lesers an den Hörbericht erscheint mir
somit besser möglich. HEF bietet ja dem Hersteller die Möglichkeit,
den Hörbericht zu kommentieren, da bleibt es ihm unbenommen,
über die Erstellungsphilosophie und technischen Highlights zu
referieren.
Hörbericht
Der Black Cube klingt nicht. Er soll auch gar nicht
klingen. Dies würde weder im Interesse des Erstellers noch des
Käufers sein. Klingen würde er allenfalls durch das schlagkräftige
Bearbeiten mit einem Gegenstand. Spitzfindigkeiten des Autors? Möglich.
Vielleicht sollte man aber Worte wieder so einsetzen, daß sie
ihrem ursprünglichen Sinngehalt entsprechend Verwendung finden.
(Er-)Klingen tut letztlich nur der Lautsprecher, wobei die vorgeschalteten
Komponenten lediglich die Aufgabe der Signalaufbereitung und deren
Verstärkung übernehmen. In wieweit der Black Cube dieser
Aufgabe möglichst verlust- und störarm nachkommen kann,
wird der Hörbericht zu klären versuchen. Der Autor verwendet
wieder zur Abklärung der Reproduktionsfähigkeit Schallplattenaufzeichnungen,
bei denen er produktionstechnisch eingebunden war oder Schallplatten
des Marktes, die aufnahmetechnisch vergleichbar erscheinen. Teilweise
stehen auch Mastertapes zur Verfügung, die einen direkten Hörvergleich
Schallplatte zum Band ermöglichen. Der Black Cube wurde in der
Betriebsart MC und der Eingangsimpedanz 100 Ohm betrieben.
Erste
Eindrücke
Bei angehobenem Tonarm und eingestellter hörrichtiger
Lautstärke ist am Abhörplatz kein und unmittelbar an den
Lautsprechermembranen sehr geringes Rauschen wahrnehmbar. Somit ist
auch an Pianissimostellen keine Störgeräuschüberlagerung
zu befürchten. Gehört wurde Musik aus den Bereichen: Alte
Musik, Barock, Jazz und U-Musik.
Soloinstrumente
Als akustisch sehr gelungene LP- Aufnahme aus der
Serie Original Instruments von Telefunken Tel 642812 ist
die Repräsentation eines Regals (kleines Orgelwerk aus aufschlagenden
Zungenstimmen unter Auschluß der Flötenpfeifen) zu nennen.
R. Menger spielt darauf Kompositionen aus dem 16./17. Jh.. Der eigenwillig
schnarrende Tonfall des Instrumentes wird sauber umrissen, klar und
der Dimensionalität des Regal entsprechend interpretiert. Durchhörbarkeit
des Klangbildes und Rauminformation sind ausgezeichnet. Die Neuproduktion
in Analogtechnik vom Tonstudio Dunkel: Musik für Flöte und
Cembalo TSD 33/95 I 5-9 bietet, da Altblockflöte und Cembalo
solistisch als auch konzertierend erklingen, eine gute Überprüfungsmöglichkeit
des Black Cube bezüglich seiner Reproduktionsfähigkeit.
Da der Autor in die tontechnische Arbeit eingebunden war, kann somit
eine relativ genaue Aussage über klangmindernde Unzulänglichkeiten,
des Black Cube getroffen werden. Die Interpretation der Sarabande
von Händel durch P. Bonzelet läßt an tonaler Struktur
nicht mangeln. Klangfarbe und Größe des relativ
kleinen Instrumentes lassen sich sehr gut wiedererkennen. Die Position
des Instrumentes (aus der Mitte leicht nach links) wird gut rekonstruiert.
Anrisse und Trakturgeräusche erlebnisecht dargestellt. Die Altblockflöte,
gespielt von Doris Thome, wird sowohl solistisch wie auch im Dialog
mit dem Cembalo zweifelsfrei wiedererkannt. Thome veränderte
während ihres engagierten Spiels oftmals die Position von Oberkörper
und Kopf. Diese Positionsänderungen, relativ zur Mikrofonaufstellung
müssen über das Equipment einwand frei nachvollziehbar sein.
Oftmals wird diese Positionsschwankung als schwimmendes Klangbild
diagnostiziert und somit der vermeintlichen Unzulänglichkeit
des TAs oder des Phonovorverstärkers zugeschrieben. Dies trifft
in diesem Falls keineswegs zu. Damit wird auch wieder die Gefahr der
Fehlbeurteilung präsent, wenn die Modalitäten einer abgehörten
Aufzeichnung unbekannt sind. Cembalo und Flöte werden vom Black
Cube bei dieser Aufzeichnung jedenfalls in keinster Weise negativiert.
Auch im Plenum bleiben die Instrumente deutlich in ihrer Befindlichkeit
im Raum definierbar, ohne sich zu überdecken oder akustisch zu
verschütten. Beide Instrumente werden klangspezifisch in Tonalität
und Verfärbungsfreiheit authentisch reproduziert.
Ensemble
und größere Besetzungen
In der Auftragsaufzeichnung 10 Jahre Musikschule M,
R8 S KFS 33/8401-3 erklingen u.a. Instrumentenensembles und Jazzcombo.
Ein musikalisch sehr ansprechendes Werk auf dieser LP ist die Komposition
Mourquin von K. Marx (1897) für ein Blockflötenensemble.
Die neunköpfige instrumentalgruppe läßt in diesem
tänzerischen Stück Diskant-Alt- Tenor-Basset-Baß und
Großbaßflöte erklingen. Der wundervoll warme Blockflötenklang
läßt den Autor wieder in musikalischen Erinnerungen schwelgen.
Nichts geht von der harmonischen Klangdarbietung verloren. Selbst
dem damals bei der Aufnahme einsetzenden Sommerregen. welcher zur
nicht gewünschten, akustischen Untermalung beitrug, kann ein
gewisser Reiz nicht abgesprochen werden, wenn er leise aber vernehmlich
aufs Auladach rauscht. Auch das Hören der Jazzcombo macht Freude.
Klavier, Saxophon Klarinette. Schlagzeug und Kontrabaß agieren
klanglich vollmundig im leichten Halbkreis und lassen beim Erklingen
von V. Yournws Tea for Two, fußwippend, begeistert zuhören.
Klangdynamisch und raumspezifisch stellt sich eine gute Liveatmosphäre
ein. Akzentuierte Klavieranschläge, räuschelndes Saxophon,
jubilierende Klarinette, angeschlagene Becken und Trommeln als auch
der gezupfte Kontrabaß entfachen Hörlaune, die der Black
Cube in keiner Weise beeinträchtigt. Auf der Telefunken LP Das
Alte Werk.Englische Musik für Blockf1oten und Gamben-Consort
Tel. 641074 garantiert das Brüggen-Consort (mit Originalinstrumenten)
schon interpretatorisch hervorragende Qualität. Adäquat
dazu eine exzellente Aufnahmetechnik. Sollte der Leser auch Aufnahmen
der Telefunken (E-Musik) aus den (60er Jahren besitzen, so wird er
mit Sicherheit die zumeist hervorragende Aufnahmequalität bestätigen
können. Diese braucht sich auch nicht vor den Deccas SXL und
Living Stereos zu verstecken, welche meines Erachtens z.T. etwas überbewertet
werden. Zurück zur Englischen Musik: In A. Holbornes Dances
and Airs konzertieren verschiedene Blockflöten und Gamben in
reizvollem Kontrast. Sehr schön erhörbar die Besetzungslinie
der Musiker. Der klare, filigrane Gambenton setzt sich genau verifizierbar
von den mit vernehmlichen Atemgeräuschen geblasenen Flöten
ab. Herrlich, der volle warme Flötenton. Nicht weniger Hörspaß
vermittelt die mit Grammy und Deutschem Schallplattenpreis dekorierte
Telefunken LP, Ouvertüren I u. 2 von J. S. Bach gespielt mit
Originalinstrumenten des Concentus Musicus Wien, Ltg. N. Harnoncourt
(Tel. 6.41228 Das Alte Werk). In der Suite Nr. 1 erklingen Violine,
Viola, Violoncello, Violine und Cembalo im Plenum. Die klangspezifisch
schon komplexere Darstellung läßt in der Durchhörbarkeit
und in der inneren Struktur weder fein- noch grobdynamisch tonale
Einbrüche erkennen. Den mit Hingabe und höchster Akkuratesse
im Halbrund agierenden Künstlern wird vom Black Cube kein den
Gesamteindruck störende, wahrnehmbare elektroakustische Beeinflussung
entgegengestellt.
Große
Besetzung
Eine
wirklich ungewöhnlich interessante LP- Produktion aus dem Jahre
1990 (!) stellt JARO mit Sarahand-Cantico (Jaro 415I) dar. Hier erklingt
geistliche Musik zwischen Orient und Okzident. Der weiträumigen
Aufzeichnung besonderer Reiz liegt in der Verquickung religiöser,
islamischer und christlicher Mystik in Musik und Gesang. Der Leser
wird erahnen können, welche Hörfreuden die musikalische
Verknüpfung arabischen und europäischen Instrumentariums
solistisch wie auch mit Stimme/Chor im Verbund bereiten kann. Die
teilweise dem Autor (im Original) klanglich unbekannten Instrumente
hier über den Black Cube ob ihrer Unverfälschtheit in der
Wiedergabe hin zu beurteilen, ist nicht einwandfrei möglich.
Hier wirkt der vom Raumhall (vermutlich Kirche oder ähnliches)
getragene, musikalische Eindruck in der Nachzeichnung der Chorstaffelung
und der Instrumentenabbildung sehr überzeugend. Es wirkt eben
stimmig. Es tritt auch nach längerem Hören weder ein Lästigkeitseffekt
noch der Bedarf der Lautstärkeveränderung auf.
Orgel
Die Auftragsaufzeichnung vom Tonstudio Dunkel von
J. S. Bachs Werk, Musikalisches Opfer mit H. Schröder an
der Klais-Orgel der Kreuzberg kirche zu Bonn (FSM 63 2002), besticht
durch die gut gelungene Aufnahme in tontechnischer und interpretatorischer
Qualität. Die dem Autor wohlbekannte Orgel wird zwar etwas miniaturisiert
(Lautsprecher bedingt), aber gut in ihrer klanglichen Komplexität
erkennbar reproduziert. Auch hier kann ich dem Black Cube bis dato
keine erkennbaren Negativismen in Form von klanglichen Einbußen
zuschreiben. Im Gegenteil. Klangfülle und Homogenität des
Klangbildes überzeugen.
U-Musik
Auf
der CBS-LP 25 265 greift A. Vollenweider (mit Freunden) voll in die
elektrisch verstärkte Pedalharfe. Seine Produktion Caverna
Magica ist eine klassische Demonstration hervorragender Tonstudioarbeit.
Auf der klangdynamisch anspruchsvollen, sehr komplexen Klangebene
agiert weiträumig gefächert ein Konsortium mit vielfältigster
Instrumentierung. Ein erkleckliches Equipment von Percussions setzt
akustische Knackpunkte. Diese (Spaß-) Scheibe läßt
es in der Übertragungsqualität hinsichtlich des Black Cube,
an nichts (subjektiv) mangeln. Eine wirklich seltene und musikalisch
eigenwillige Produktion ist diese 1984 in einem leeren Wasserspeicher
in Köln (Wasserwerk Seherin) vorgenommene Aufnahme (EVA 17-6025/26).
In diesem damals leeren, unterirdischen Wasserspeicher internierten
Musiker aus verschiedenen Ländern auf teilweise abenteuerlichen
Instrumenten eigene, dem Umfeld angepaßte Kompositionen. Ein
besonderes akustisches Hörerlebnis ist die enorme Nachhallzeit
von rund 45 Sekunden! Mit geschlossenen Augen hörend glaubt man
sich quasi in dortige Räumlichkeiten versetzt. Klassisches sowie
wildes Instrumentarium (Gummischläuche, Spielzeug) lassen erahnen,
welche akustische Vergnüglichkeit, Gänsehaut inklusive,
hier repräsentiert wird. Auch in dieser recht anspruchsvollen
Aufzeichnung mangelt es dem Black Cube nicht an tonaler Geschlossenheit
und dynamischer Bandbreite.
Zusammenfassung
und Anmerkungen
Mit
dem Black Cube ist Dipl.-lng. N. Lehmann ein wirklich gutes Gerät
gelungen. Einmal in den umfangreichen Möglichkeiten der elektrischen
Anpassung an den Tonahnehmer und den zusätzlichen Serviceleistungen.
Und in dem wohl wichtigsten Aspekt. der möglichst neutralen Signalverarbeitung,
der vom TA kommenden Information. Der Black Cube zeichnet, unabhängig
von der jeweiligen Musikdarbietung, ein in sich stimmiges rundes,
tonal geschlossenes Klangbild. Es stören keine auffälligen
Besonderheiten in Richtung: harsch, grob, verhangen, verwaschen oder
in der Tendenz kühl, hell oder scharfzeichnend. Gegenteilig,
wirkt der Klangprospekt, harmonisch, ausgeglichen, farbig, frei und
präzise. Im Pianissimo und im Forte gehen weder in der Fein-
noch Grobdynamik musikalische Informationen (subjektiv) verloren.
Blas-, Streich-, Zupf- und Schlaginstrumente lassen nichts in ihrer
individuellen Charakteristik vermissen. Stimmen bleiben gut durchhörbar.
verschärfen sich nicht und blähen sich nicht auf. Dynamische
Attacken wirken nicht eingeschränkt. Feininformationen bezüglich
leiser Atem-, Griff- und Umgebungsgeräusche gehen in ihrer Vernehmlichkeit
nicht verloren. Die Rauminformation in glaubhafter Dimension bleibt
erhalten. Ein über alles gesetztes warmes, ermüdungsfreies
Klangbild rundet den positiven Gesamteindruck ab. Ein Gerät also,
welches in seiner elektroaakustischen Informationsfähgikeit äußerst
zufriedenstellt. Der Wunsch nach mehr stellt sich, zumindest
für den Autor, nicht ein.
Ganz besonders erfreut mich der Kaufpreis des
Black Cube. Hier wird ein mehr als faires
Preis-Leistungsverhältnis geboten.
Norbert
Dahlhausen